Waldlauf Klövensteen 2026

Schlittschuhfahren im Regen

Der Waldlauf Klövensteen stand unter besonderen Vorzeichen: Schnee, Eis und ein neuer Teamkollege bei seinem Debüt. Bis Donnerstagabend war nicht einmal klar, ob der Lauf überhaupt stattfinden würde - erst dann fiel die Entscheidung, dass die Strecke gerade noch laufbar war. Dass daraus ein Tag werden würde, an dem die Bedingungen mehr zählten als die Form, war damit schon vorher klar.

Stefan am Start - ein Debüt unter besonderen Bedingungen

Mein Kollege Stefan stand zum ersten Mal für die BSG Tchibo am Start. Nicht die einfachsten Verhältnisse für ein Debüt: Die Strecke war praktisch durchgehend mit Schnee und Eis bedeckt, und die Frage war weniger "Wie schnell kann ich laufen?", sondern eher "Wo kann ich überhaupt sicher auftreten?".

Kurzstrecke: Reconnaissance auf Eis

Die Kurzstrecke war für mich vor allem eins: eine Erkundungsfahrt. Ich wollte schauen, wo man wie gut laufen konnte, welche Passagen noch halbwegs griffig waren und wo man besser vorsichtig sein sollte. Spikes hätte ich dabei haben sollen - hatte ich aber nicht. Das machte die ganze Sache noch mal interessanter.

Trotz der rutschigen Verhältnisse lief es erstaunlich gut. Wir konnten als Herrenmannschaft den zweiten Platz holen, was angesichts der Bedingungen ein richtig starkes Ergebnis war. Gerade auch weil ich einfach nicht auf der Höhe war dieses Wochenende.

Mittelstrecke: Wenn der Nieselregen alles verschlimmert

Nach der Kurzstrecke fing es an zu nieseln. Was vorher noch eine dünne Schneedecke war, wurde jetzt festgetreten und eisig. Die Strecke verwandelte sich in eine Art Schlittschuhbahn im Wald. Jeder Schritt musste überlegt sein, jeder Abdruck war ein kleines Glücksspiel.

Dazu kam, dass ich durch meinen Skiurlaub in der vergangenen Woche noch leicht angeschlagen war. Die Beine fühlten sich schwer an, die Luft war nicht da, und an eine 3:XX Pace war nicht einmal ansatzweise zu denken. Manchmal soll es wohl nicht sein.

Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen - nicht gegen die Uhr, sondern gegen die Bedingungen. Das war an diesem Tag die einzig sinnvolle Strategie.

Teamwertung: Platz 4 und Aufstieg in der Serie

Als Mannschaft haben wir auf der Mittelstrecke Platz 4 belegt - ein solides Ergebnis, das uns in der Serienwertung auf Platz 3 der Mittelstrecke gebracht hat. Das ist genau das, wofür man Crosslauf läuft: nicht nur für sich selbst, sondern für das Team. Jede Platzierung zählt, gerade wenn die Bedingungen für alle gleich schwierig sind.

Fazit: Eis, Regen und Teamgeist

Der Waldlauf Klövensteen war kein Rennen für Bestzeiten, aber eins für Erfahrung und Anpassungsfähigkeit. Stefan hatte sein Debüt unter härtesten Bedingungen, und als Team sind wir trotzdem weiter nach vorne gekommen.

Crosslauf ist manchmal brutal ehrlich - und manchmal gewinnt eben das Eis. Aber genau das macht es auch aus: Man nimmt, was kommt, und macht das Beste daraus.

Auf zum nächsten Lauf, dann hoffentlich wieder 100% fit.

Meine Ergebnisse

Distanz Zeit Pace Platz Gesamt Platz AK Aktivität
Kurzstrecke 16:38 4:45/km 16. 3. Strava
Mittelstrecke 30:25 4:20/km 9. 3. Strava